Das Burren-Male
Das Burren-Male trieb sich einst im Burrenwalde zwischen Ahlen und Biberach herum
und verübte dort manchen
Schabernack. Wer ein gutes Gewissen hatte, brauchte den
Wicht jedoch nicht zu fürchten. Er war freundlich und half, wo er konnte.
Bösen Menschen jedoch spielte er so manchen Possen. Besonders gern half das
Burren-Male jungen Liebesleuten. Einmal traf sich ein Paar an verborgener Stelle im
Wald. Die beiden Verliebten wollten heiraten, hatten aber nicht das nötige Geld.
Das Burren-Male erschien und tröstete sie: „Kopf hoch! Ihr kriegt euer Geld, dürft
mich aber nicht vergessen, wenn ihr zu Wohlstand gekommen seid!“
Und so geschah es auch. Die beiden Brautleute heirateten und kamen im Bälde
wirklich zu Reichtum. Zum Dank ließen sie eine Kapelle erbauen mit einem steinernen
Kruzifix. Zu der Kapelle kamen viele Wallfahrer mit ihrem Anliegen. Einmal kam auch
ein Schneider aus der Bodenseegegend. Als er niederkniete und die Füße des steinernen
Heilands küsste, merkte er, wie kalt diese waren.
Verwundert rief der Schneider:
„Oh, du lieb’s Herrgöttle von Biberach, hoscht du aber kalte Füß!“
Das Burren-Male aber blieb seitdem verschwunden. In der Maske bei den Feuerhexen
Bad Buchau feiert es fröhliche Urständ.
Häß & Maske
Die Maske des Burren-Male zeigt einen verschmitzten, lustigen Ausdruck.
Auf dem Kopf trägt es einen schwarzen Filzhut. Die braune Bluse wird um
den Bauch mit einem Strick gehalten, über der Schulter liegt ein Hasenfell
und auch aufgestickte Eichenblätter fehlen nicht. Die schwarze Cordhose
ist mit zwei verschiedenlangen Beinen versehen, und darunter sieht man
die handgestrickten Socken in den Häsfarben.
In der Hand trägt es einen schweren Holzstock.